Wirkung von Keratin

Je härter die Keratinstruktur im einzelnen Haar ist, desto besser hält es sich. Hier gilt also der Spruch "je härter, desto besser", aber natürlich immer im Rahmen einer flexiblen Haarstruktur. Allgemein betrachtet ist die Schutzwirkung von keratinbasierten Körperelementen wie Nägel und bei Tieren Hörnern höher, je härter und stabiler das Keratin in den jeweiligen Hornzellen ist.

Keratin kann, von außen zugeführt, dem Haar den Halt wiedergeben, der ihm im Laufe des Wachtums und augrund von Umwelteinflüssen und täglichen Strapazen abhanden kommt. Glanzloses, trockenes und sprödes Haar wirkt mit Keratinverstärkung wieder wie neu.

Das Versiegeln von Keratin im Haar funktioniert genauso wie eine Repartur von löchrigem Putz im Mauerwerk: Protein wird ins Haar gebracht und dort mit Hitze versiegelt. Damit erhält das Haar einen festen Panzer wieder und somit besseren Halt. Es krümmt und kräuselt sich auch nicht mehr bei so stark Feuchtigkeit.

Mit dem Auftragen von Keratin allein bekommt man allerdings keine dauerhafte Haarglättung. Um lang anhaltende glatte Haare mit Hilfe von Keratin zu bekommen, braucht es Techniken wie die der japanischen Haarglättung oder der kreatinbasierten brasilianischen Haarglättung .

glattes haar

Was bewirkt das Keratin?

Bei einer Keratinanwendung dringen die kleinen Keratinmoleküle in die äußere Schicht des Haars (Schuppenschicht oder Kutikula) ein und stärken die Haarstruktur von innen heraus. Eine äußere Schuppenschicht umgibt und schützt das Haar wie ein Panzer vor äußeren Einflüssen.

Wenn die Schutzschicht des Haars zuvor von Sonnenstrahlen, Rauch und Umweltverschmutzung ramponiert worden ist, hilft das eindringende Keratin, den Schutzschild wieder aufzubauen.

Da man den gleichen Stoff, aus dem der Haarpanzer besteht, in die rissige Struktur nahtlos durch die Hitzeeinwirkung einarbeitet, wird das Keratin im Haar komplett integriert.

Dadurch bekommt das Haar mehr Festigkeit, Elastizität und bei Luftfeuchtigkeit einen glatten seidigen Glanz.Eine Keratinanwendung bewirkt eine spektakuläre Haarkur.

Wenn die eigentliche Natur der Haare, also beispielsweise Locken oder Naturkrause, nicht künstlich verändert werden, geschieht die Keratinanwendung ohne chemische Keulen, wie sie beispielsweise bei Dauerwellen eingesetzt werden. Natürliches Keratin ohne chemische Zusatzstoffe ist nicht weiter schädlich für die Haargesundheit, so lange man es nicht mit der Hitze übertreibt.

Wie lange wirkt eine Keratinkur?

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Je kaputter das Haar, desto länger die Wirkung. Im allgemeinen kann der Effekt aber gut zwischen zwei und vier Monaten anhalten. Anfangs sind die Haare nach einer Kur glatter, aber nicht dauerhaft geglättet, wenn man keine gezielte Haarglättung vorgenommen hat.

Da eine reine Keratinkur keine dauerhafte Behandlung ist, kehrt das Haar in dieser Zeit in die gewohnte Lage zurück (Locken oder Wellen). Der gesunde Aspekt, der seidige Glanz bleiben erhalten.

Erst wenn das Haar wieder allzu strapaziert worden ist und Glanz und Geschmeidigkeit nachlassen, merkt man dass auch die Wirkung des Keratins nachgelassen hat.

Je öfter man die Haare mit Keratin verwöhnt, desto gesünder und schöner sehen sie langfristig aus. Bei regelmäßiger Anwendung trocknet das Haar aber auch viel schneller durch den Einsatz von heissen Föhns oder Glätteisen.. Wenn man keine oder nur sparsame Hitze nutzt, trocknen die Haare weniger aus und die Gefahr, das Haar zu versengen ist geringer.

Wer unter starkem Frizz-Effekt leidet, sollte öfter man eine Keratinkur durchführen. Damit hält man die kleinen wilden Kraushaare im Griff und es sieht immer gut aus.

Video: Wie wirkt Keratin?


Wirkung von Keratin. Video mit Information Basics.