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Vitaminmangel und Haarausfall

Bei Vitaminmangel kann es zu Haarausfall kommen. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung hilft, vorzubeugen.

Wie bereits erwähnt kann die Haargesundheit durch eine bewusste Ernährung gefördert werden.

Umgekehrt kann aber auch, leider, Haarausfall aufgrund von Vitaminmangel entstehen. Nicht immer fallen nämlich die Haare aufgrund von natürlicher Veranlagung aus, beispielsweise bei Männer ab einem gewissen Alter. Auch Gesundheitsprobleme werden oft von Haarausfall als Symptome begleitet.

Eine der möglichen Ursachen unter den Ursachen für Haarausfall liegt in einer Mangelversorgung an bestimmten Vitaminen.

Leider versuchen viele Betroffene, erst einmal über Haarmittel und Pflegeshampoos ihrem Problem beizukommen, ohne an eine mögliche Fehlernährung als Ursache für den Haarausfall zu denken.

Diese Vitamine begünstigen bei Mangelerscheinungen Haarausfall

Dauerhaft niedrige Vitaminspiegel und Eisenmangel sind für den gesamten Menschen nicht gesund, und ein Symptom davon sind glanzlose Haare, die büschelweise ausfallen.

Lang anhaltende Fehlernährung kann zu Haarausfall durch Vitaminmangel führen.

Wer sich dauerhaft schlecht ernährt, wird dies auf vielfältige Weise an sich selbst bemerken: Man wirkt älter als man ist, die Haut sieht schlecht aus und das Haar wird schütter

Dementsprechend kann man das natürlich auch wieder rückgängig machen, in dem man die Ernährung nachhaltigt umstellt und sich generell ein wenig gesünder verhält.

Unter den Vitaminen, deren Mangelerscheinungen mit Haarverlust einhergehen, stechen die folgenden Vitamine heraus.

Vitamin A Mangel und Haarausfall

Vitamin A ist wichtig für die Talgproduktion auf der Kopfhaut. Es ist daher ein wichtiger Funktionsfaktor für eine gesunde Kopfhaut und beugt in ausreichender Menge (also im Normalzustand) Probleme wie Schuppen, trockene Haare und dicke Kopfhaut vor, die wiederum direkt den Haarausfall verursachen.

Vitamin A nimmt man über die Nahrung auf, meist als dessen Vorstufe Betakarotin, das beispielsweise in Möhren und Karottensaft enthalten ist.

Es gibt allerdings Faktoren, die eine korrekte Verwertung von Vitamin A im Körpern erschweren. Allen voran das Rauchen. Ein Mangel kann aber auch als Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten auftreten. Selbst ein vermeintlich harmloses Medikament wie Aspirin kann die Aufnahme von Vitamin A stören.

Wer Medikamente nimmt und raucht, sollte bei Anzeichen von Haarausfall einen Arzt zu Rate ziehen. Am hilfreichsten ist natürlich, das Rauchen aufzugeben.

Möhren für mehr Vitamin A

Vitamin B6 Mangel und Haarausfall

Vitamin B6 spielt bei der Produktion der Blutfarbstoffs Hämoglobin eine wichtige Rolle. Dieser Stoff in den roten Blutkörperchen bringt den Sauerstoff in die Zellen. Bei einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin B6 sind also die Haarfollikel auch gut versorgt mit Sauerstoff. Fehlt es aber, kann es zur Unterversorgung in den Haarwurzeln kommen, und dann passiert das, was auch jeder Topfpflanze geschieht, wenn sie kein Wasser bekommt: Die Blätter fallen ab. Hämoglobin ist ein Protein und so trifft es sich wie immer im menschlichen Körper gut, dass die meisten Lebensmittel mit guten Vitamin B6 Werten auch einen hohen Proteingehalt aufweisen.

Folsäure (Vitamin B9) und Haarwuchs

Folsäure (Vitamin B9) ist bei der Produktion der roten Blutkörperchen notwendig. Also bei den Elementen, in denen das rote Hämoglobin mit Hilfe des Vitamin B6 erstellte enthalten ist. Folsäure findet man neben vielen anderen Quellen auch in Kohl, Erbsen, Linsen und Papaya.

Vitamin C Mangel und Haarausfall

Dieser Klassiker unter den Mangelerscheinungen, fand bereits im Mittelalter eine Lösung: Obst essen!

Vitamin C spielt auf vielen Hochzeiten und unter anderem ist es essentiell für die Produktion von Kollagen, und das wiederum ist der Klebstoff für unsere Haarstruktur an der Wurzel. Kollagen bildet eine Bindegewebeschicht im Haar, die das Haar in der Lederhaut festhält wie ein Anker. Dadurch kann sich das Haar erst straffen, aufrichten und biegen. Fehlt Kollagen in der Haarstruktur, wird das Haar sehr schnell brüchig und fällt ab.

Vitamin C findet man in so vielen natürlichen Quellen, von Zitrusfrüchten bis Gemüse, dass man eigentlich bei einer ausgewogenen Ernährung keinen Mangel erleiden sollte.

Vitamin E und Haarausfall

Auch Vitamin E spielt für die Haargesundheit eine wichtige Rolle, ebenso für eine schöne Haut. Dieses Vitamin ist für eine gute Durchblutung der Kopfhaut und einer guten Absorption von Sauerstoff wichtig. Eine schlecht durchblutete Kopfhaut kann nicht genügen Nährstoffe bereitstellen und die Haar fallen aus.

Vitamin E befindet sich in vielen Getreidesorten, Mandeln und Maiskeimöl. Bei einer vielfältigen und ausgewogenen Ernährung tritt im gesunden Zustand kein Mangel an Vitamin E auf.

Biotin (Vitamin B7) Mangel und Haarausfall

Die meisten Pflegeprodukte für Haar enthalten Biotin, obwohl es eigentlich nicht von den Hautzellen einfach aufgenommen werden kann. Wer sich also Biotin ins Haar schmiert, erreicht unter Umständen weitaus weniger Wirkung, als eine ausreichende Biotin-Versorgung über die Nahrung. Ein Biotinmangel ist oft die Ursache für beginnende Glatzen und daher eine leicht zu behebende Sache. Biotin findet man in vielen Lebensmittel, allen voran Rinderleber, Erdnüsse, Eier oder Haferflocken, aber auch in vielen anderen alltäglichen Nahrungsmitteln.

Viele in Friseursalons verwendete Shampoos enthalten Biotin

Vitamin D Mangel und Haarausfall

Vitamin D wird oft das Sonnenvitamin genannt, da der Körper es mit Hilfe der Sonneneinstrahlung auf die Haut produziert. In sonnenverwöhnten Ländern waren Mangelerscheinungen bis vor einigen Jahren eher selten. Bereits 20 Minuten in der freien Luft decken den Tagesbedarf für die Eigenproduktion von Vitamin D.

Da Vitamin D im Körper gespeichert wird, sollte es bei normalen Tagesabläufen mit Bewegung im Freien nicht zu Mangelerscheinungen kommen. Wenn man aber monatelang kein Sonnenlicht bekommt oder sich nur komplett verhüllt und eingecremt in die Sonne begibt, verhindert man den Vitaminaufbau im Körper.

Die Angst vor Hautkrebs hat inzwischen sogar dazu geführt, das auch in südlichen Ländern aufgrund der intensiven Nutzung von Sunblockern und Sonnencremes viele Menschen nicht ausreichend Sonnenlicht auf die Haut bekommen und zu wenig Vitamin D produzieren.

Wenn die Vitamin D Speicher im Körper langsam leer laufen, treten die ersten Mangelerscheinungen zunächst schleichend auf. Unter anderen wird auch das Haar schwächer, verliert an Farbe und fällt schließlich vermehrt aus.

Wie kommt es dazu?

Vitamin D ist für die Verwertung von Kalzium im Körper verantwortlich. Und Kalzium dient nicht nur dem Knochenbau, sondern sorgt auch für gesunde Zähne, Nägel und Haare. Ein Kalzium-Mangel zeigt sich nicht nur in der schweren Form einer Osteopörose, er kann auch fast unbemerkt mit brüchigen Nägeln und Haarausfall beginnen.

Vitamin D hilft den reifen Haarfollikeln und enthält Fettsäuren, die das Haar stärken und die Produktion von natürlichen Fetten auf der Kopfhaut regulieren, beispielsweise, um Schuppen zu vermeiden. Fehlt diese Regulierung, wirkt sich das auf die Haare aus, selbst wenn wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt ist, ob der Vitaminmangel direkt für den Haarausfall zuständig ist. Das Zusammenspiel im Körper ist zu komplex dafür.

Wer den Verdacht hat, eventuell zu wenig Vitamin D zu produzieren, sollte den Vitaminspiegel beim Arzt testen lassen. Oft hilft dann ein einfaches Vitaminpräparat, um die Folgen von Dunkelheit und fehlendem Sonnenlicht zu vermeiden. So etwas sollte allerdings immer vom Arzt verschrieben werden, denn eine Überdosierung ist toxisch. Besser wäre es, einfach mal mehr Zeit im Freien zu vebringen. Es ist auch nicht erwiesen, dass Vitamin-D als Nahrungsergänzungsmittel wirklich Vorteile gegenüber einem Spaziergang hat.

Über die Ernährung kann man zwar Vitamin D einnehmen, aber in sehr geringen Mengen. Milchprodukte und Fisch helfen, aber ein kurzer Spaziergang in der Sonne ist weitaus effektiver.

Vitamin B12 Mangel und Haarausfall

Menschen, die an Haarausfall leiden, weisen oft niedrige Werte an Vitamin B12 (auch Cobalamin gennant) auf. Viele Hautärzte und Haarspezialisten empfehlen Zusatzpräparate mit Vitamin B12 in solchen Fällen.

Cobalamin tritt in verschiedenen Formen auf. Eine davon ist das Metyhlcobalamin, eine biologisch aktives Koenzym des Vitamin B12. Es wird meist in Tablettenform verschrieben und geht sofort in den Blutkreislauf.

Das Cianocobalamin ist dagegen die inaktive Form von Vitamin B12. Es ist synthetisch und wird erst nach verschiedenen Stoffwechselvorgängen ins Blut gelangen. Das ist aber auch die häufigste Form, in der Vitamin B12 als Zusatzpräparat vertrieben wird.

In Form von Spritzen wird meist eine weitere inaktive Form des Vitamin B12 verabreicht, das Hydroxicobalamin. Das ebenfalls spritzbare Adenosilcobalamin, ein aktives Koenzym des Vitamin B12, wird nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht und verschrieben.

Wie genau hilft Vitamin B12 gegen Haarausfall?

Das Hormon Dihydrotestosteron oder DHT ist für den Haarausfall bei Männern verantwortlich. Es wirkt sich verheerend auf die Haarfollikel aus, was letztendlich zur Glatze führt. Vitamin B12 hemmt die Produktion von DHT und nährt gleichzeitig Haare und Kopfhaut, was das Wachstum anregt.

Vitamin B12 reguliert den Zellstoffwechsel, die Bildung von roten Blutkörperchen und die DNS-Repliken in unserem Körper.

Vitamin B12 ist relativ einfach in der Herstellung und der Körper benötigt nur geringe Dosen. Fleisch, Eier, Milch und andere Lebensmittel enthalten dieses Vitamin, so dass man sich im Normalfall über die Nahrung versorgt. Wenn der Körper geschwächt ist, beispielsweise bei alternden Menschen, oder die Nahrungsaufnahme gestört ist, kann es zu einem Vitamin B12 Mangel kommen. Damit gewährt man dem nicht nur dem DHT Hormon freie Bahn für seine Haarzerstörungswut, auch die für die Produktion von neuem Haar notwendige Zellteilung funktioniert nicht mehr richtig. Das Wachstum der Haar stagniert und schliesslich fallen sie aus, ohne dass neue nachgewachsen sind.

Dabei ist der Haarausfall bei einem Mangel an Vitamin B12 nur ein eher harmloses Symptom im Vergleich zur Anämie, die er auch verursachen kann und die eine ernsthafte Krankheit ist. Lange Mangelperioden können bis hin zu Nervenschäden führen. Weitere Symptome für einen Mangel an Vitamin B12 sind Hautflecken oder rissige Mundwinkel, ähnlich wie bei anderen Mangelerscheinungen.