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Keratinozyten und ihre Funktion

Keratinozyten sind lebendige Hautzellen und bilden eine Vorstufe für die Keratinbildung.

Im Zusammenhang mit Keratin fällt oft der Begriff der Keratinozyten. Was sind denn die Keratinozyten?

Vereinfacht gesagt sind es Zellen, die man in der Haut vorfindet. Etwa 80-90% der Hautzellen sind Keratinozyten.

Haut und Haare bestehen aus dem gleichen Grundmaterial

Die Haut besteht aus mehreren Schichten, die ihrerseits wiederum aus Schichten bestehen. Die Keratinozyten sind in allen Schichten der Epidermis oder Oberhaut in unterschiedlicher Ausführungen vorhanden. Die Haut, wie wir sie an unserm Körper berühren können, besteht mehrheitlich aus Keratinozyten.

Lebendige Zelllen: Basalschicht und Stachelzellschicht

Die Basalschicht ist die unterste Hautschicht und wird von einer einzigen Lage von zylindrischen Keratinozyten gebildet.

Die folgende Schicht ist die Stachelzellschicht. Sie erhält ihren Namen, weil unter dem Mikroskop ihre Zellen wie einander verhakte Gräten aussehen. In dieser Hautschicht gibt es zahlreiche Lagen von Keranozyten und Plasmateilchen, die wiederum durch Einzelzellen verbunden sind.

Diese beiden untersten Schichten, die Basalschicht und die Stachelzellenschicht, bestehen aus lebendigen Keranozyten, die sich nach oben schieben und immer für frischen Nachschub in die oberen Schichten sorgen. Erkennbar wird dieser Mechanischmus bei der Wundheilung, bei der neue Haut “von unten” heranwächst.

Abgestorbene Zellen: Körnerzellenschicht, Keratinvorstufe und Hornschicht

Die obersten drei Schichten bestehen aus abgestorbenen Keratinozyten (Hautzellen), die von den neu nachwachsenden nach oben geschoben werden. Sie bilden Haut, Haar, Hornhaut, Nagelgewebe oder im Fall von anderen Säugetieren auch Hörner und Geweih.

Direkt auf der Stachelzellenschicht befindet sich die Körnerzellenschicht, die ebenfalls unter dem Mikroskop betrachtet wie kleine Körnerhaufen aussieht, weil die Zellen hier runde Kornformen haben. In dieser Körnerzellenschicht wird eine Vorstufe des Keratins gebildet, das in höheren Schichten als Keratin unterschiedliche Härtegrade erreichen wird, in Form von Haut, Nägeln und Haaren.

Diese Keratinvorstufe (Karatohyalin)** zerläuft zu einer Masse die sich in der Glanzschicht ausbreitet und eine Art weichen Untergrund bildet. Diese Zellen haben eine fettähnliche Konsistenz.

Auch hier schieben sich immer weiter abgestorbene Zellen hoch und hindurch, und dadurch entsteht die Hornschicht, die von uns sichtbar Haut. Sie enthält die abgestorbenen Keratinozyten und das weiche Keratin (das wir ein Bindemittel arbeitet).

Was wir nicht sehen, was aber kontinuierlich geschieht, ist dass ständig und andauernd Zellen aus dieser Haut abgestoßen werden. Durchschnittlich “häuten” wir uns jeden Monat einmal komplett neu.