Japanische Haarglättung

Die japanische Keratinglättung entstand in den 90ger Jahren in Japan. Die Methode ist auch als thermal reconditioning oder japanese straightening , Magic recto , Bio Ionic oder Rebonding bekannt. Der oft benutzte Begriff der "Yuko" Methode geht auf die japanische Stylistin Yuko Yamashita zurück, die 1996 den Markt für Haarglättung mit ihrer eigenen Methode auf Hochtouren brachte. Die Methode hinterlässt dauerhaft glattes Haar, allerdings nur solange bis neues Haar nachwächst, sie überdauert also nie das eigene Wachstum.

Vorteile der japanischen Methode

Der Vorteil dieser Methode besteht im Ergebnis: Ein grades, glattes, leuchtendes und seidiges Haar. Der Prozess erspart das tägliche Glätteisen und damit viel Zeit am Morgen..

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Die japanische Haarglättung reduziert den Kräuseleffekt, der an regnerischen Tagen besonders hartnäckig ist. Sie eignet sich vor allem für Frauen mit dichten Locken oder sehr undiszipliniertem Haar, die selbst bei einem guten Glätteisen verzweifeln. Obwohl die Behandlung viele Stunden dauern kann und sowohl Hitze als auch Chemie erfordert, sind die meisten Frauen nach einer japanischen Haarglättung sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch was die Haargesundheit betrifft. Diese Methode hinterlässt bei korrekter Verwendung kein trockenes oder sprödes Haar.

Wo wird japanische Glättung angeboten?

Natürlich wird in Japan die japanische Haarglättung fast überall angeboten. Wer es nicht so weit weg versuchen möchte, findet in professionellen Wellnesscentern und Schönheitssalons oder Friseursalons größerer Städte meist eine passende Alternative. Wichtig ist bei der japanischen Haarglättung eine hohe Qualität bei den verwendeten Produkten, wobei die besten durchweg aus Japan stammen.
Diese Methode erfordert erfahrenes und qualifiziertes Personal, das auf solche Behandlungen spezialisiert ist. Es lohnt sich im Hinblick auf die möglichen Folgen einer unprofessionellen Glättung nach dafür geeigneten Friseursalons Ausschau zu halten.

Welches Haar eignet sich dafür?

Die japanische Haarglättung eignet sich nicht für empfindliches afrikanisches Haar. Ebensowenig für strapaziertes, getöntes oder kaputtes Haar oder bei sichtbarem Haarausfall . Ein seriöser Salon wird die Kunden im Vorfeld über die Eignung ihrer Haarpracht für diese Methode beraten. Dabei kommt es allerdings auch auf eine ehrliche Auflistung aller vorangegangenen Haarkuren an. Kommen Zweifel auf, kann der Friseur einen Test an einer einzelnen Haarsträhne vornehmen, um den möglichen Ausgang einer Behandlung zu testen.

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Wie lange hält die japanische Haarglättung an?

Das Haar wird zwischen neun Monaten und einem Jahr glatt bleiben. Zwar hält die Behandlung an sich für immer, allerdings wächst das Haar ja nach. Da neues Haar keine Behandlung erfahren hat, wächst es mit der natürlichen Form heran und man muss spätestens nach einem Jahr die neuen Haarpartien erneut glätten.

Wann muss man das nachgewachsene Haar ebenfalls glätten?

In der Regel muss das nachgewachsene Haar ab einem halben Jahr nach der ersten Behandlung und bis spätestens einem Jahr nachbehandelt werden, um weiterhin sichtbar glattes Haar zu haben. Je nach Wachstumsgeschwindigkeit wird der Zeitpunkt früher oder später sein, so dass hier die individuelle Entscheidung vor dem täglichen Blick in den Spiegel getroffen wird. Anfang wird bei wenigen Zentimetern Neuhaar eine Welle oder eine Locke nicht wirklich sichtbar sein. Sobald das Haar allerdings beginnt, sich zu kräuseln, sollte man erneut glätten lassen.

Welcher Haartyp eignet sich für diese Glättung?

Fast jedes Haar eignet sich für eine japanische Haarglättung und möglich ist sie bei allen Haartypen. Die Ergebnisse sind allerdings nicht für jedes Haar zufriedenstellend, so dass man eine Fachberatung empfehlenswert ist.Gut geeignet für japanische Haarglättung sind europäische und asiatische Haare mit dichtem Haar, ohne Haarausfall und nicht allzu delikaten oder feinen Haaren, die der Behandlung standhalten.

Das Haar nach der Behandlung

Das Haar wird glatt sein, komplett glatt. Es fühlt sich ausserdem sehr weich und seidig an, leuchtet heller und glänzt. Alle Frisuren die man zuvor wegen der Wellen und krausen Locken nicht tragen konnte, passen auf einmal perfekt.

Muss ich die Haar später nach dem Waschen fönen und legen?

Nein, nach einer japanischen Haarglättung trocknet das Haar in wenigen Minuten ohne die Glätte zu verlieren. Man fönt es nur wenns eilig ist, denn die Haare behalten die perfekte glatte und weich Form auch ohne Fön.

Darf man gefärbte Haare glätten?

Das hängt von der Art der verwendeten chemischen Produkte ab und von der Färbung zuvor. Erfahrene Spezialisten können, sofern sie darüber informiert werden, über die Eignung einer Behandlung eine Empfehlung abgeben..

Leidet das Haar dabei?

Bei falscher Anwendung kann es zu Problemen kommen. Die Methode ist nicht einfach. Sie dauert sehr lange und sollte nur von Experten durchgeführt werden. Bei einem erfahrenen und qualifizierten Spezialisten treten meist keine Probleme auf. Man sollte sich auf jeden Fall vorher über den Friseur oder Stylisten informieren oder auch direkt nachfragen, wie oft jemand diese spezielle Behandlung schon durchgeführt hat.

Wie führt man die Glättung durch?

Als erstes wird das Haar mit einem Keratinshampoo gewaschen. Es folgt eine Haarcreme die das Haar geschmeidig macht und die Schwefelverbindungen an der Haarwurzel trennt. Ohne es trocknen zu lassen massiert man das Produkt in die Haare und lässt sie mindestens 30 bis 45 Minuten einwirken. Sobald der Friseur erkennt, dass es soweit gewirkt hat, wird die Creme aus dem Haar gespült.

Das noch nasse Haar wird immer wieder befeuchtet und mechanisch glattgezogen, während feine Haarsträhnen gebündelt werden.

Danach beginnt der eigentliche Vorgang. Mit einem speziellen Ionen-Glätteisen wird das Haar von der Wurzel bis zu den Spitzen geglättet. Dies geschieht separat für viele kleine Haarsträhnen in einem sehr langsamen Tempo. Das Haar bleibt dabei feucht.

Nachdem das gesamte Haar geglättet ist, trägt man ein neutralisierendes Produkt auf, das nur wenige Minuten einwirkt. Diese neutralisierende Creme absorbiert den Sauerstoff und sorgt dafür, dass die Schwefelverbindungen in der Haarwurzel wieder gebunden sind.

Anschliessend wird das Haar erneut mit einem besondersn Shampoo und einer speziellen Haarcreme gewaschen. Zuletzt wird das Haar mit einem Ionen-Fön und einer Bürste getrocknet. Nach der Behandlung sollte man die Haare zwei bis drei Tage nicht mehr waschen und Regen meiden.

Was kostet eine japanische Haarglättung?

Die japansiche Keratinglättung kann teuer sein. Je nach Region und von Salon zu Salon unterschiedlich bewegt sich die Preisspanne zwischen 300 € und 500 € . Die Dauerhaftigkeit der Kur wiegt den Preis teilweise wieder auf, denn mindestens ein halbes Jahr ist nach so einer Behandlung erstmal Ruhe.

Teuer ist die Behandlung weniger aufgrund der Spezialprodukte als wegen des Zeitaufwands, der je nach Haarlänge bis zu acht Stunden betragen kann.

Hinzu kommt, dass es sich um ein kompliziertes Verfahren handelt, bei dem der Ausführende die Wirkung der Produkte auf dem Haar des Kunden genau im Blick haben muss und den gewünschten Effekt zu erzielen. Wer bei langen Haaren extrem kurze Behandlungzeiten anbietet, führt in der Regel keine exakte japanische Haarglättung durch.